DIE ENTDECKUNG DER UNENDLICHKEIT START: 25.12.2014

Stephen Hawking ist ein Student wie so viele andere auch. Ein bisschen linkisch, ein bisschen schüchtern. An der renommierten Cambridge University  befasst sich  dieser hoch intelligente junge Mann mit  Naturwissenschaften und Physik. Ganz besonders interessiert  er sich  für das Phänomen der Zeit und dem Ursprung des Universums. Auf einer Tanzveranstaltung lernt er die junge Studentin Jane Wilde kennen. Beide verlieben sich ineinander.

Stephen läuft über den Campus,  taumelt , stürzt, knallt mit dem Kopf auf den Boden. Im Krankenhaus lautet die Diagnose ALS = Amytrophe Lateralsklerose.  Eine üble Nervenkrankheit. Die Signale zwischen Hirn und Muskeln werden nach und nach unterbrochen. Die Muskeln werden schwächer und schwächer, bis zur völligen Lähmung. Nur das Hirn bleibt intakt. Die Ärzte sprechen von einer Lebenszeit, nicht länger als zwei Jahre. Wieder zu Hause, bekommt Stephen einen verzweifelten Weinkrampf, glaubt er doch , dass sich seine Freundin unter diesen Voraussetzungen von ihm trennen wird.  Doch  die junge Jane hält zu ihm, die beiden heiraten und bekommen drei gesunde Kinder. Regisseur James Marsh legt in diesem Biopic sein Augenmerk auf diese unglaubliche Liebesgeschichte. 25 Jahre hält diese ungewöhnliche Ehe. Der Zuschauer erlebt ein bewegendes Drama  über einen brillianten Mann und einer tapferen Frau, die es über einen derart langen Zeitraum schafft, ihm liebevoll zur Seite zu steh`n. Wer kennt ihn nicht, diesen schmächtigen Mann, der krumm und schief in seinem Rollstuhl hockt, die Sprache verloren hat und trotz dieses furchtbaren Gebrechens  zu einer Geistesgröße aufgestiegen ist. Sein Bestseller, Eine kurze Geschichte der Zeit, wurde weltweit millionenfach  verkauft. Wie das  Schicksal so spielt,  verliebt sich Jane in den Kirchenchorleiter des Ortes. Er geht bei der Familie ein und aus und hilft auf rührend einfühlsame Weise, als  Hawkings  Krankheitszustand sich immer mehr verschlechtert.  Auch Hawking verliebt sich noch einmal. Elaine, eine flotte rothaarige, humorvolle Pflegerin hilft ihm den Sprachcomputer zu bedienen. Sie ist mit ein Grund für die endgültige Trennung.

Eddie Redmayne  spielt die Rolle dieses geistreichen „Krüppels“ mit  einer solchen Intensität, die einen nach kurzer Zeit vergessen lässt, daß da ein Schauspieler agiert. Wenn man bedenkt, dass , die einzelnen Szenen nicht mit einer Klappe im Kasten sind, sondern  einige Male wiederholt werden und er immer wieder diese verkrümmte Haltung bis in die Fingerspitzen einnehmen muß,  den  Kopf verdreht ans Polster gelehnt, was für eine Konzentration!  Humor und eiserne Willenskraft sind Hawkings  Waffe, sich von der Krankheit nicht unterkriegen zu lassen. Auch die Rolle der Jane, gespielt von Felicity Jones verlangt schauspielerisches Können. Ehefrau, Mutter, Pflegerin in einer Familie, in die man nicht unbedingt tauschen möchte.“ Ich liebe ihn und er mich, das ist die Antwort eines jungen Mädchens, als Stephens Vater ihr nach der Diagnose nahe legt, sich zu trennen. Da wird sich so manche Zuschauerin die Frage stellen……wie hätte ich eigentlich gehandelt…….

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